Mal ehrlich!
Mal ehrlich: Radfahrer, Schleimis, Duckmäuser und A...kriecher sind nicht zum Aushalten, nicht wahr? Menschen, die um des Erfolges oder der begehrten Anerkennung willen alles verraten, sogar ihre eigenen Überzeugungen. Man weiß nie so richtig woran man bei ihnen ist, denn sie hängen ihr Fähnchen in den Wind und je nach dem wie der Wind bläst, ändern sie Meinung und Position. Heute so, morgen so. Sein Vertrauen in solch einen Menschen zu setzen, der sich vom Wind treiben lässt, entpuppt sich schnell als schädliche Fehlinvestition. Aber sind wir nicht alle aus demselben Holz geschnitzt? Wenn es um den eigenen Vorteil geht sind wir auch zu vielem fähig. Es muss nur das richtige Angebot kommen und schon werfen wir unsere Werte und Überzeugungen wie eine lästige Ladung freiwillig über Bord. Wir pinseln den Bauch, schmieren Honig ums Maul und legen die Karten nicht offen auf den Tisch. Alles halb so schlimm! Damit versuchen wir uns zu beruhigen, denn wir wissen, auf uns ist genauso wenig Verlass wie auf Schleimer & Co., bei denen wir uns ebenfalls einreihen können. Wir sagen etwas und meinen tief in unserem Herzen doch etwas ganz anderes. Taktik? Nein, Lüge. Wir beschönigen, verschleiern, verharmlosen, … alles im Dienste des eigenen Vorteils. Wahrheit, Ehrlichkeit, Tugenden die uns hinderlich erscheinen. Sind sie das wirklich?Nehmen wir die Biographie Jesu einmal unter die Lupe. Er muss es ja wissen, hat er nicht gesagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben?! Er hat den Menschen nicht nach dem Mund geredet. Er hat nicht getan was andere wollten, sondern das was er für richtig hielt. Er ist ehrlich und damit vertrauenswürdig. Auf ihn ist Verlass. Sein Ziel war niemals Luxus oder „everybody’s darling“ zu sein. Er erteilte dem Satan eine eindeutige Absage, als der ihm die Herrschaft über die Reiche dieser Welt anbot. Jesus wollte weder sich selbst, noch seine Überzeugungen für ein bisschen Ansehen, Einfluss und Macht verkaufen. Jesus war ehrlich und geradlinig.
Wie steht es mit uns? Wie oft weichen wir von unserem „inneren Kurs“ ab, weil wir einer Verlockung oder Schmeichelei nicht widerstehen können? Ein Betrunkener schwankt und schlängelt und muss dadurch eine längere Wegstrecke gehen um an sein Ziel zu gelangen. Wenn er dort überhaupt ankommt, denn oft fehlt ihm die Orientierung und nicht selten bleibt er auf der Strecke liegen. Und was hilft gegen den drohenden Kater? Weiter trinken. Höchste Zeit um nüchtern und ehrlich zu werden.
Wir sind Betrunkene, berauscht von der Lüge, gefangen aus Angst vor dem Kater und dem ernüchternden Blick in den Spiegel, der uns zeigt, wie wir wirklich sind. Doch nur so lässt sich der Teufelskreis durchbrechen. Ehrlichkeit – vor sich selbst, den anderen gegenüber und auch vor Gott. Nur so erhält das Leben den entscheidenden Kick!
„Der Herr ist denen nahe, die zu ihm beten und es ehrlich meinen. Er geht auf die Wünsche derer ein, die voll Ehrfurcht zu ihm kommen“ (Psalm 145, Verse 18 und 19)
Zum Nachlesen:
Lukas Kapitel 4
Psalm 145



