Wer bist du, Herr? - Apostelgeschichte 9, 5
Der, der diese Frage stellte, war recht verdutzt. Der Verfolger
der Christen glaubte, dass er eine Gruppe von Menschen jagen würde.
Doch dann erfuhr er, dass er in Wirklichkeit Christus selbst verfolgte.
Er wußte nicht, dass alles, was gegen den geringsten Nachfolger Jesu
gemacht wurde, auch ein Schlag gegen den Herrn selbst sei.
Saulus glaubte, dass Jesus von Nazareth tot und begraben sei, und dass er
Gott einen Gefallen tun würde, wenn er die Anhänger Jesu verfolgen
würde. Jetzt lag er überwältigt auf der staubigen Straße
außerhalb von Damaskus und wartete auf sein Urteil.
Saulus zeigte Bereitschaft zum Lernen. Er war sehr eifrig, den kennenzulernen,
der stärker als er selbst war. Er stellte die interessanteste Frage
die ein Mensch je stellen kann: "Wer bist du, Herr?"
Unter allen Menschen gibt es keine Person die interessanter, überraschender
und spannender ist als Jesus. Die, die ihn am besten kennen sagen, daß
alles was sie von ihm und über ihn gelernt haben wie ein Tropfen aus
einem unerschöpflichen Meer erscheint. Alles an ihm ist wunderbar.
Es übersteigt unser menschliches Denken. Jesus zu kennen gibt Erkenntnis,
die zur Umkehr leitet.
Die ganze Zeit lebte Saulus in Unwissenheit, er widerstand ihm und verfolgte die Jünger Jesu. Von dem Augenblick an, als Jesus ihm aber persönlich begegnete, war alles verändert. Saulus unterwarf sich völlig. In einem Augenblick war der Kampf ausgekämpft. Er war ein neuer Mensch, als er in Damaskus einzog. Der, der die Herzen der Menschen verwandelt, kann von niemand ergründet werden. Sogar die, die ihn sehr gut und lange kennen, müssen immer noch fragen: Wer bist du, Herr? (ON)



